AUFSÄTZE

Eigentumserwerb und -Veräußerungen in der Türkei

In der Türkei ist gesetzlich festgelegt, dass das Grundstückserwerb bzw. Veräußerungen nur vor dem zuständigen Grundbuchamt mit einer öffentlichen Urkunde geschlossen werden kann. Mit der Eintragung, die unmittelbar darauf erfolgt, erhält der Käufer eine Grundbuchurkunde (Tapu). Erst mit der Grundbuchurkunde kann sich der Käufer als Eigentümer der betreffenden Immobilie ausweisen. Diese Grundbuchurkunde ist eine öffentliche Urkunde, die ausschließlich von den zuständigen Grundbuchämtern ausgestellt werden darf.

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Beurkundung vor dem zuständigen Grundbuchamt folgende Unterlagen:

•Personalausweis oder Reisepass und notariell beglaubigte Übersetzung

•Aufenthaltserlaubnis für Ausländer, welches von den zuständigen Ausländerpolizeibehörden ausgestellt wird, deren Immobilienerwerb von einer Aufenthaltserlaubnis abhängig ist;

•Original oder eine notariell beglaubigte Kopie der Vollmacht mit notariell beglaubigter Übersetzung, falls der Kauf auf der Grundlage einer im Ausland erteilten Vollmacht erfolgt.

•Zwei Passbilder.

Viele deutsche Staatsangehörige haben rechtliche Probleme beim Eigentumserwerb bzw. -Veräußerungen. Um diese problemlos zu begehen, müsste man sich vorher eine Kopie der Grundbuchurkunde des jeweiligen Eigentums einholen und sich vor dem Grundbuchamt über mögliche Grundbucheintragungen informieren.

Eigentumsübertragungen werden grundsätzlich vor dem Grundbuchamt durchgeführt. Daher sind Verträge, die durch die Makler vorbereitet werden, ungültig. Eine Zahlung des Kaufpreises aufgrund des Vertrages mit dem Makler sollte unterbleiben bis ein gültiger Kaufvertrag vor dem Grundbuchamt abgeschlossen wird.

Der Verkäufer sollte sich vor einer Veräußerung an Personen oder Firmen unbedingt Glaubhaft machen lassen, dass sie ernste und seriöse Käufer sind.